Padre Helmut Nagorziansky lebt und wirkt seit fast 26 Jahren als Missionar in Ecuador. SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, zeichnet ihn am 22. November mit dem Romero-Preis aus.
Es waren viele Projekte, die Padre Helmut Nagorziansky in Ecuador angepackt und umgesetzt hat. Als er 1987 von Wien nach Ecuador kam, hat er beim Besuch etlicher armer Familien gesehen, dass sie großteils „ganz fürchterlich hausten; mit Palmenblättern als Dach, wo es immer wieder hereingeregnet hat. Das war vor allem in der Regenzeit und im Winter ein großes Problem und führte zu Krankheiten. Da musste ich helfen“, so der Padre. Im Zuge seiner fast 26-jährigen Missionarstätigkeit sorgte er u. a. dafür, hunderte Häuser zu überdachen und zu bauen und ein Altenwohnheim und eine Schule zu errichten. Freunde und Organisationen wie SEI SO FREI haben ihn dabei unterstützt.
Dem Ruf gefolgt
Helmut Nagorziansky ist 1942 in Wien unter einfachen Verhältnissen geboren. In der Werkstatt seines Vaters, einem Schneidermeister, hat er als Jugendlicher oft mitgeholfen. Zunächst wollte auch er Schneider werden. „Mein Lateinprofessor hat mich aber dazu überredet, zuerst die Matura zu machen.“ Eng verbunden war der Missionar auch mit seiner Heimatpfarre Maria Geburt in Wien. Es wuchs der Wunsch, Religionslehrer zu werden, dann folgte der Eintritt ins Wiener Priesterseminar und Stationen als Kaplan und Pfarrer in Gloggnitz, am Semmering und in der Wiener Pfarre St. Christoph. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen kam es, dass er zwei ehemalige Priesterseminarkollegen in Ecuador besuchte. „Ein tiefgründiges Erlebnis“, so der Padre. Schließlich folgte er dem Ruf Gottes und ging als Fidei-donum-Priester nach Südamerika. Mittlerweile ist Padre Helmut in Pension; und möchte in Ecuador bleiben. Das Land ist zu seiner zweiten Heimat geworden.