Sie ebbt nicht ab, die Kritik an den unmenschlichen Arbeitsbedingungen von Migranten auf den Baustellen zur WM in Katar. Ein Kommentar von Susanne Huber.
Ausgabe: 2013/47, Katar, moderne Sklaverei, Fußball WM, FIFA
19.11.2013
- Susanne Huber
Sie ebbt nicht ab, die Kritik an den unmenschlichen Arbeitsbedingungen von Migranten auf den Baustellen zur WM in Katar. 2022 soll in dem reichen Golfstaat die Fußball-WM über die Bühne gehen. Es wird emsig gebaut. Arbeiter aus armen südostasiatischen Staaten schuften bei über 50 Grad unter katastrophalen Bedingungen. Kaum Trinkwasser, nach der Arbeit zusammengepfercht in Massenquartieren, verheerende hygienische Zustände, kein Strom, monatelanges Warten auf Löhne, kein Ausreisen ohne Zustimmung des Arbeitgebers – eine lange Liste, aufgezeigt in einer aktuellen Untersuchung von Amnesty International. Moderne Sklaverei, immer wieder angeprangert, von verschiedenen Organisationen! Katars Regierung und die FIFA scheint das nicht zu tangieren, es ändert sich einfach nichts an der Situation. Warum also die Fußball-WM dort austragen?