Lukas' Start ins Berufsleben war schwer. Zuerst Probleme in der Schule, dann Absagen auf zahlreiche Bewerbungen. Froh ist er, dass er heute eine Ausbildung zum Garten- und Grünflächengestalter absolvieren kann. Das Projekt ju-can brachte die entscheidende Wende.
Das Gebiet um Bauernberg, Froschberg und Freinberg ist eines der grünsten Viertel in Linz. Viele Städter genießen die Ruhe der Parks und das gepflegte Grün. „Dass es hier so schön ist, liegt auch an unserer Arbeit“, erzählt Lukas Schatzberger mit Stolz. Der 21-Jährige schneidet Hecken, mäht die Wiesen, bläst das Laub von den Wegen und pflanzt neue Blumen an. Seit drei Monaten macht er das Praktikum im Bereich Garten- und Grünflächengestalter beim Magistrat Linz.
Vertrauen in Fähigkeiten
Dabei ist es für Lukas längere Zeit nicht so gut gelaufen. Er tat sich schwer in der Schule. Beim Lernen und mit den Mitschülern. Es folgten Absagen auf zahlreiche Bewerbungen. Über das Arbeitsmarktservice landete Lukas schließlich bei ju-can. Bei dem von der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung initiierten Projekt werden Jugendliche, die sich mit dem Berufseinstieg besonders schwer tun, unterstützt. Der Leitsatz ist: „Ich kann etwas, wenn man es mir zutraut.“ Ein Vertrauen, das Lukas aufgebaut hat. „Es ist ein gutes Gefühl, wieder Arbeit zu haben.“ Die Trainer/innen bei ju-can hätten vermittelt, dass sie an die Jugendlichen glauben. Am wichtigsten war für Lukas aber, dass er Klarheit bekommen hat, was er gerne beruflich machen möchte. Nach Versuchen beim Rettungsdienst und bei der Straßenmeisterei erkannte er bei ju-can durch einen Gartenworkshop, dass Gartengestaltung das Richtige für ihn ist. Jetzt, nach mehreren Monaten beim Magistrat, hat Lukas vor allem die Hoffnung, dass dem Praktikum eine Lehre folgen kann. Das Lernen fällt ihm zwar nach wie vor schwer, die Praxis ist aber auf jeden Fall seins. Lukas: „Die Arbeit ist vielseitig und man kann etwas aus eigener Hand gestalten. Man verewigt sich damit praktisch auch.“