Ute Mayrhofer könnte es nur „schwer aushalten“, nichts gegen Armut und soziale Ungleichheit zu tun. In ihrem Beruf als Bildungsreferentin der Dreikönigsaktion und als Vorsitzende von ECPAT Österreich liegt ihr Fokus vor allem auf dem Schutz der Rechte von Kindern.
Ausgabe: 2013/49, Mayrhofer, ECPAT
03.12.2013
- Susanne Huber
Es ist ein „verdecktes und verstecktes Problem“: Kinderhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Daher ist es wichtig, „verstärkt Sensibilisierungsmaßnahmen zu setzen bei betroffenen Berufsgruppen wie der Polizei, dem Militär, der Jugendwohlfahrt, aber auch in der österreichischen Bevölkerung, um den Kinderhandel schneller zu identifizieren. Nötig ist zusätzlich eine stärkere Ausarbeitung der internationalen Zusammenarbeit und es braucht mehr spezialisierte Plätze für die Opfer des Kinderhandels. Daran arbeitet ECPAT Österreich seit zehn Jahren intensiv“, sagt Ute Mayrhofer. Sie ist seit Ende 2010 im österreichischen Team von ECPAT, einem international tätigen Netzwerk zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung.
Luxusberuf. Nichts tun gegen soziale Ungleichheit, das geht bei Ute Mayrhofer gar nicht. „Wir leben hier in einer sehr heilen Welt. Das bringt eine große Verantwortung mit sich, jenen Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht“, so die gebürtige Traunkirchnerin. Dass ihr das auch beruflich möglich ist, bezeichnet sie als „Luxus“. Neben ihrer Tätigkeit als Vorsitzende von ECPAT Österreich arbeitet die studierte Theologin und Germanistin als entwicklungspolitische Bildungsreferentin der Dreikönigsaktion. Um Kinderleid zu stoppen fordert sie: „Armut reduzieren, Bildung fördern, Kinder und Jugendliche stärken, Zukunftsperspektiven entwickeln.“ In ihrer Freizeit stehen ihre eigenen drei Kinder im Mittelpunkt. „Bei uns zu Hause im zweiten Bezirk in Wien ist immer was los. Wir haben oft ein volles Haus mit viel Besuch, vor allem von Kindern. Das mag ich sehr.“
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