Marlene Mayr war wütend, weil Frauen in der Kirche nicht wichtig sind. Doch sie hat erkannt, dass die Gottesmutter, nach der sie eigentlich benannt ist, mit Güte und Liebe mehr erreicht hat als mit Kampf. (Namenstag am 8. Dezember.)
Ausgabe: 2013/49, Marlene, Maria, Namenstag
04.12.2013
- Marlene Mayr
Ich wurde Maria nach meiner Großmutter mütterlicherseits getauft, meine Taufpatin hieß Helene. Genannt wurde ich von klein auf Marlene. Erst in der Pubertät habe ich die Verbindung zur Gottesmutter Maria erkannt und ich war stolz darauf, nach dieser starken, heiligen Frau benannt zu sein. Dass Frauen in der Kirche nicht wichtig sind, hat mich hingegen sehr wütend und kämpferisch gemacht. Maria hat aber mit ihrer Güte und Liebe mehr erreicht als ich mit meinem Kampf. Meine Großmutter war ebenfalls eine starke Frau, die acht Kinder aufgezogen und eines verloren hat. Ihre Kraft habe ich gerne als Vorbild für mein Leben genommen. Im Rahmen von Seminaren und Familienaufstellungen habe ich mich intensiv mit meinem Namen beschäftigt und erkannt, dass Marlene gut zu mir passt. Die volkstümliche Kurzform von Maria Magdalena hat einen anderen Charakter als Maria. Marlene ist verspielter, ausgelassener und wohl auch revolutionärer.