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Die erste Berührung wurde zur Abschiedsgeste

Serie: Inmitten der Nacht ist der Anfang des neuen Tages
Ausgabe: 2000/18, Serie: Inmitten der Nacht, Emmausgang
03.05.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz, Walter Hölbling
Zwei Wochen vor der Geburt hört das Herz von Judith auf zu schlagen. Ihre Eltern müssen sich von ihr verabschie-den, ehe sie auf der Welt ist.

„Dieser Handabdruck ist alles, was uns von Judith geblieben ist.“ Barbara kramt in einer kleinen Schachtel, in der sie die Erinnerungen an ihre erste Tochter aufbewahrt. Die Hebamme hat den Abdruck angefertigt. Er ziert heute die Tontafel auf dem Grab des Kindes. Judith Maria starb aus ungeklärter Ursache im Mutterleib.„Irgendwie habe ich gespürt, dass ich unser Kind nicht lebend zur Welt bringen werde“, erinnert sich Barbara an jenen Tag im Mai 1998. Die Ärzte im Krankenhaus suchen vergeblich nach den Herztönen des Kindes. Sie empfehlen der Mutter, das Kind ohne Kaiserschnitt zur Welt zu bringen, um den Verlust besser verarbeiten zu können. An einem Samstag um 1.37 Uhr kommt Judith Maria auf die Welt, die sie zwei Tage zuvor bereits für immer verlassen hat.

Abschied nehmen

„Wir haben beide nur geweint“, erinnert sich Peter, der Vater der Tochter. Nach einem Gespräch mit der Hebamme entscheidet das junge Paar, dass sie ihre erste Tochter sehen und in die Arme schließen wollen. „Das ist eure Tochter Judith. Was ihr zusammen mit ihr erlebt habt, kann euch keiner mehr nehmen.“ Mit diesen Worten übergab die Hebamme das tote Kind der Mutter.
„Wir sind froh, dass wir unsere Tochter gehalten haben, ihre Hand gestreichelt haben“, erzählt die Mutter heute. „So konnten wir uns von unserer Tochter ganz bewusst verabschieden.“ Wenn sie heute, zwei Jahre später, mit ihren Fingern über die samtweichen Rosenblätter auf dem Grab des Kindes fährt, erinnert sie sich an diesen Augenblick.Nach drei Tagen verlässt Barbara das Krankenhaus. Zu Hause muss das junge Paar lernen, mit der Wahrheit zu leben und den Schmerz zu verarbeiten. „Immer wieder haben wir den Freunden unsere Geschichte erzählt“, sagt Barbara. Peter vergleicht diese Gespräche mit einer Therapie: „Wir spürten, wie sehr uns das Erzählen erleichtert hat.“

Eine Zerreißprobe

Für ihre Beziehung sind die Ereignisse eine Zerreißprobe, die sie gemeinsam meistern. „Wir waren von Anfang an füreinander da und mussten viel Verständnis füreinander aufbringen“, erinnert sich Peter. Der Gefahr, sich in der Trauer zu verschließen, sind sie durch viele Gespräche entgangen. Sie wissen, dass viele Beziehungen in ähnlichen Situation in die Brüche gegangen sind. Barbara und Peter gelingt es, die Trauer gemeinsam zu verarbeiten und den Verlust in ihr Leben zu integrieren. Bei der Verabschiedungsfeier in der Totenkapelle brechen dann alle Wunden noch einmal auf. „Das Kind war schon ein Teil unseres Lebens geworden, der Verzicht fällt uns schwer.“ So lautet eine Zeile aus einem Gebet, das die Mutter neben dem Sarg ihres Kindes spricht.

Mit den Händen verarbeitet

„Wir haben gewusst, dass dieses Abschiednehmen für uns ganz wichtig ist“, erinnert sich Peter. Daher entschlossen sie sich auch, Judith am Ortsfriedhof zu begraben. Ihr erstes Kind im Sarg einer unbekannten Verstorbenen irgendwo in Tirol beilegen zu lassen, kam für sie nicht in Frage. Neben den Freunden ist auch die Hebamme eine große Stütze für die Eltern. Sie empfiehlt ihnen ein hilfreiches Buch, aus dem sie einander vorlesen. Der Vater gestaltet eine Kerze mit Judiths Händeabdruck. Die Mutter entwirft eine Tontafel für das Grab. So können die Eltern mit ihren eigenen Händen „aufarbeiten“, was sie erlebt und durchgemacht haben.

Unsichtbare Schwester

„Am meisten hat uns schließlich geholfen, dass ich wieder schwanger wurde“, meint Barbara. Heute hält sie eine gesunde Tochter im Arm. „Hanna soll immer wissen, dass sie eine Schwester hat, auch wenn sie nicht zu sehen ist.“ Judith lebt in der Familie weiter. Ein sichtbares Zeichen dafür ist die kleine Kartonschachtel. Neben dem Handabdruck bewahrt sie die Aufzeichnung einer Ultraschalluntersuchung, den Mutter-Kind-Pass, Kinderzeichnungen und Briefe von Freunden. Noch heute besucht die Familie jeden Tag das Grab Judiths. Auf diese Weise halten sie sich gegenwärtig, was geschehen ist. Der Schmerz ist noch nicht vorüber, aber gehört jetzt zu ihrem Leben. Ungewöhnlich oft, so erzählen die Eltern, sehen sie einen Regenbogen, wenn sie am Grab stehen. „Wie eine Oster-Botschaft vom Himmel.“


Buchtipp:

Hanna Lothrop: Gute Hoffnung, jähes Ende. Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Begleitung und neue Hoffnung für die Eltern. München, Kösel, 1998.

Julie Fritsch u. Ilse Sherokee: Unendlich ist der Schmerz. Eltern trauern um ihr Kind. München, Kösel, 1995.
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