Ausgabe: 2004/47, Kommentar, Arafat, CBS, Kündigung, Meldung, Tod
16.11.2004
- Walter Achleitner
Es klingt absurd: aber die Meldung über den Tod von Palästinenserpräsidenten Yassir Arafat wurde in Paris um fünf Minuten zu früh veröffentlicht. Oder nur für den renommierten US-Sender CBS? Denn der Produzent, der deswegen den laufenden Polizeithriller „CSI: New York“ unterbrechen ließ, war kurz darauf gefeuert. Dass besonders dringende Meldungen eine laufende Sendungen kurz unterbrechen, ist Teil des Geschäftes. Zu eben dem zählt auch, dass diese Kultserie die Einschaltquote erhöht und somit den Marktwert steigert. Makaber klingt auch die Begründung für den Rauswurf: „Arafat lag schon seit Tagen auf dem Totenbett. Es war nur mehr eine Frage der Zeit.“ Und fünf Minuten später hätte Detective Taylor auch seinen jüngsten Fall geklärt gehabt.