Aufpassen! Besonders in dieser Jahreszeit, wenn nach einem Stück durch klare Nacht eine Nebelbank die Sicht raubt. Plötzlich auftretender Neben vergeht schnell wieder. Schlimmer ist es, wenn man in einer richtigen Nebelnacht unterwegs ist. Selbst in einer Gegend, in der man sich sonst ganz gut zu Hause weiß, kann man die Orientierung verlieren. Wo bin ich? Die Abzweigung müsste doch längst schon da gewesen sein. Vielleicht umkehren?
Der Weg der Kirche gleicht einer Fahrt durch Nebel. Eine gewisse Ratlosigkeit herrscht, was den Weg betrifft. Doch auch wenn man die Wege nicht sieht, sie sind zweifellos vorhanden. Man muss sie finden, erspüren. Mit dem eben vom Pastoralrat verabschiedeten Personalplan steht so etwas wie ein Kompass – eine Orientierungshilfe – zur Verfügung. Auch wenn man noch nicht weiß, wie die Wege laufen und an welcher Stelle man sich schon befindet, so darf man sich doch gewiss sein: Wenn wir uns am Plan orientieren, wird man nicht in die Irre gehen. Und gut beraten sind auch jene, die im Nebel auf die Tempolimits achten.
Der Weg mag vernebelt sein. Doch Nebel löscht das Ziel nicht aus – auch wenn man es nicht klar vor Augen hat. Bei der Wegsuche der Kirche ist es nicht anders. „Ich bin gekommen“, sagt Christus, „damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ Der Weg der Kirche hinein in die Tiefen des 21. Jahrhunderts – mit all den neuen Segnungen und Gefahrenstellen modernen Lebens – kennt kein anderes Ziel als es die verschreckten Jünger zur Zeit Jesu hatten.