Ausgabe: 2004/47, Pilz, Elisabeth Pilz, Oberneukirchen
16.11.2004
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir den Namen Elisabeth gegeben haben. Schon als Kind hörte ich gerne die Berichte über das wohltätige Wirken dieser Heiligen, und später hat mir in schwierigen Situationen der Gedanke an sie immer Mut und Kraft gegeben.
Die hl. Elisabeth lebte im 13. Jahrhundert. Sie stammte aus Ungarn, kam aber bald auf die Wartburg in Thüringen, wo sie den Landgrafen Ludwig IV, den Frommen, ehelichte. Nach dessen Tod wurde sie von seiner Familie vertrieben. Sie starb jung.
Ihre Demut und ihre Frömmigkeit standen in großem Gegensatz zu den rauen Sitten der Zeit. Sie widmete ihr ganzes Leben den Armen und tat alles, um Not und Elend der Benachteiligten zu lindern. Eine Legende berichtet, dass sie einmal trotz Verbotes einen Korb mit Broten den Hungernden bringen wollte, dabei aber entdeckt wurde. Als man sie zwang, den Korb zu öffnen, fanden sich darin rote Rosen.
Es war für mich ein großes Erlebnis, als ich die Wartburg, die Stätte ihres Wirkens, besuchen konnte.
Elisabeth Pilz, Landesbeamtin, wohnt in Oberneukirchen.