„Was unser Ordensgründer vor 150 Jahren auf den Weg gebracht hat, ist gelungen“, sagt Pater Andreas Steiner. Er leitet 75 Herz-Jesu-Missionare in Österreich und Bayern.
„Darin entdecke ich das Wirken des Heiligen Geistes“, meint Pater Andreas Steiner: „Dass es wirklich gelungen ist, was unser Gründer auf den Weg gebracht hat“, sagt der Provinzial der Herz-Jesu-Missionare in Österreich. Denn als Jules Chevalier am 8. Dezember 1854 den Orden gegründet hat, da hatte es noch nicht danach ausgesehen, als würden 150 Jahre später 2300 Männer in mehr als 50 Ländern der Idee des französischen Priesters folgen. „Hindernisse sind für Gott ein Mittel zum Ziel.“ Diese Überzeugung verhalf nicht nur einst dem Ordensgründer zum langen Atem. Auch Steiner hat der Satz schon einige Male geholfen, Hindernisse zu überwinden, „die mich sonst gelähmt hätten“. Wie zum Beispiel das der geringer werdenden Ordensberufungen: „Wir wollen, dass unsere Aufgaben dennoch weitergeführt werden. Darum werden Frauen und Männer, die nicht Ordensmitglieder sind, mit eingebunden. Und es gelingt!“Andreas Steiner ist überzeugt: Die Botschaft vom liebenden und barmherzigen Gott ist heute so aktuell wie vor 150 Jahren. „Den Menschen zu zeigen, dass Gott ein Herz für die Menschen hat“, fasst er den Auftrag der Herz-Jesu-Missionare zusammen. Und überraschend für einen Tiroler, Steiner ist vor 55 Jahren als Bergbauernsohn am Unterrainerhof in Matrei in Osttirol zur Welt gekommen, erklärt er: „Weihnachten ist ein Herz-Jesu-Fest. Denn Gott ist in unsere zerrissene Welt gekommen und ist einer von uns geworden.“