In der ersten Dezemberhälfte werden zwei besondere „Tage“ begangen: Am 1. Dezember war Welt-Aidstag; am 10. Dezember ist Tag der Menschenrechte. Beide Tage hängen teilweise miteinander zusammen. In der „ai-info“ von amnesty international wird am Beispiel Ruanda ein solcher Zusammenhang aufgezeigt. Aids, so wird informiert, trifft zunehmend Frauen. Mittlerweile ist fast die Hälfte der weltweit 34 Millionen HIV-Infizierten weiblich. „Krankheitsursache ist zumeist ein tödlicher Cocktail aus Frauendiskriminierung, Unwissenheit, Armut und Gewalt.“Ai schildert das Schicksal von Tharcissie, die 1994 vor dem Völkermord in Ruanda in ein Lager flieht. Dort aber wird sie mehrmals von Soldaten vergewaltigt. 1999, nach der Geburt ihres dritten Kindes, erfährt sie, dass sie HIV-positiv ist. Daraufhin trennt sich ihr Mann von ihr. Mittlerweile ist auch ihre sechsjährige Tochter an AIDS erkrankt...Der internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte garantiert das „Recht jedes Menschen auf den höchstmöglichen erreichbaren Standard von körperlicher und geistiger Gesundheit.“ AIDS aber ist schon lange kein rein gesundheitliches Problem mehr. AI zählt Zusammenhänge mit Menschenrechtsverletzungen und politischem Versagen auf: Wenn ungefähr eine halbe Million Neugeborene pro Jahr von ihren Müttern infiziert wird, weil Regierungen lieber in Waffen als in Aufklärung investieren... dann haben wir es mit einer Tragödie der Unmenschlichkeit zu tun.
Frage: Seit wann wird der Tag der Menschenrechte begangen?
Schicken Sie die Lösung bis 17. Dezember an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei Bücher.
Beim Rätsel Nr. 48 (zwei Löwen) haben gewonnen: Christine Poltschak, Linz; Maria Hummer, Pram; Rudolf Flatscher, Neuhofen.