Turmbläser/innen trotzen den eisigen Temperaturen und stimmen die Messbucher/innen auf die Feier der Christmette ein.
Foto: Begsteiger
Wer steht in der Kälte, hält wacker sein Instrument und trotz den eisigen Temperaturen? Die Turmbläser/innen, die landauf - landab die Kirchgänger/innen mit ihren Klängen heranlocken und auf die Mette einstimmen.
Turmblasen hat eine lange Tradition und wurde früher nicht nur zur Weihnachtszeit ausgeübt: Neben den Kirchenmusikern sowie den Meistersingschulen waren es im Mittelalter vor allem die seßhaft gewordenen Spielleute, die Musik machten. Sie waren als Turmbläser, Stadtpfeifer, Ratsmusikanten unterwegs.
Das Blasen vom Turm geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit sind sogenannte Turmwächter überliefert, die in der Nacht Wache hielten und bei Feuer oder Katastrophen Alarm schlugen. Das zu Beginn verwendete Türmerhorn (aus Kuhhorn) wurde im 16. Jahrhundert von der Trompete und der Posaune abgelöst. Der Stadtthurnermeister am Schmidttor in Linz hatte laut Vorschriften von 1698 folgende Aufgabe: „Er hat zur weihnachtlichen und österlichen Zeit, wann die Leute aus der Pfarrkirche von der Mette gehen, mit Trompeten und Heerpauken ebenmäßig vier und solche Stücke aufzumachen, wie es solche Zeiten mit sich bringen“. Auch heute gehört das Turmblasen für viele zur Advent- und Weihnachtszeit dazu.
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