Wieviele unverwirklichte Versprechungen liegen im Reisegepäck 2004?
2004! – Woran erinnern wir uns noch? Was hat sich in unserem Gedächtnis eingegraben? Schöne Erlebnisse? Erschreckende Aussagen? Tolle Begegnungen? Schlimme Schicksalsschläge? ...Alles werden wir finden, wenn wir uns nur Zeit nehmen, im Gedächtnis zu wühlen. Achtung: Gefahr! Denn wir werden bei der Wühlarbeit die Wünsche vom Jahreswechsel 2003 aufstöbern. Sollen wir sie wirklich entstauben und in die Erinnerung heben? Es kann schmerzlich sein. Nicht weil sich viele dieser Wünsche vielleicht nicht so erfüllt haben, wie wir uns das vorgestellt hätten. Sondern weil wir, wenn wir das Gedächtnis wahr und ernst nehmen, ohne uns mit allerlei Tricks abzulenken, erkennen müssen, dass wir da und dort wenig beigetragen haben, damit sich die Wünsche erfüllen können.Wünsche sind wie Gäste, die vor der Tür unseres Ichs stehen und warten, bewirtet, umsorgt zu werden. Wir aber verhalten uns diesen Gästen gegenüber oft so, dass wir ihnen zwar die Tür offen lassen, ihnen aber gleichzeitig zu verstehen geben, sie müssten für sich schon selbst sorgen. Selbstbedienung sozusagen. Selbst ist der Wunsch.Ähnlich ist es mit den Versprechungen. Wie schnell ist eine Zusage ausgesprochen! Etwa im Urlaub, wenn man neue Freundschaften schließt. „Wir schreiben uns“, „wir besuchen uns“, „wir lassen von uns hören“ ... Wie viele unverwirklichte Versprechungen liegen im Reisegepäck des Jahres 2004, das sich nun aus dem Staub macht!So wäre ein Vorsatz für 2005, für die Wünsche aktiv und mit Zusagen zurückhaltend zu sein. Diese wenigen dann aber ernst zu nehmen!