Ausgabe: 2004/53, Kopf der Woche, Christoph Malzer, Malzer, DKA, Dreikönigsaktion, Hl. Drei Könige, Sammeln, Spenden, Not
28.12.2004
- Matthäus Fellinger
Er sorgt dafür, dass alles gut läuft – als Cheforganisator der Dreikönigsaktion in Oberösterreich. Früher ist er selber gelaufen – einfach als Sternsinger: Christoph Malzer.
Wels, Pfarre Heilige Familie. „Die ersten Erinnerungen ans Sternsingen sind wahnsinnig lange her“, erzählt Christoph Malzer – so lange das eben bei einem 27-Jährigen möglich ist. Haustüren und Stiegenhäuser im damals eher ärmeren Stadtteil von Wels hat Christoph Malzer als Sternsinger gut kennen gelernt. Ein Einblick in konkretes Leben war es für ihn – ein Einblick aber auch in das offene Herz vor allem derer, die selbst wenig besaßen.
Fast generalstabsmäßig war die Dreikönigsaktion damals aufgezogen, mit Stadtplänen an der Wand, Vorjahresergebnissen usw. Alles war gut vorbereitet. Die Bubengruppe, mit der Christoph unterwegs war, wurde damals immer gut aufgenommen.
Das fünfte Jahr leitet Christoph Malzer jetzt die Dreikönigsaktion für die Diözese Linz. Die andere Seite hat er persönlich zwar noch nicht erlebt. Er hat noch keine „Projektreise“ gemacht. Doch er informiert sich bei Leuten, die die „Projekte“ der Sternsingerhilfe besucht haben.
Nairobi ist heuer Schwerpunktland. Letztes Jahr war eine Fußballmannschaft aus Nairobi in Oberösterreich. Junge Leute waren es, die den Weg aus dem Elend geschafft haben. Was sie über die Heimat erzählten, ist Christoph Malzer unter die Haut gegangen. Eine Eisenbahnlinie führt weg aus der Hauptstadt. Links und rechts der Bahn: die Elendsgebiete. Im Zug reiche Reisende. Christoph Malzer möchte beitragen, dass sich ein anderer Zug in Bewegung setzt: Nicht zwischen den Armen, sondern zu den Armen.
„Woher kommen sie – und wohin gehen sie? Das ist die Frage, die mir durch den Kopf geht, wenn ich mit Menschen beisammen war, die aus einem armen Land gekommen sind.“