Ausgabe: 2005/02, Gottfried Fischer, Arnreit, Namenspatron
12.01.2005
- Hr. Gottfried J. Fischer
Ich erhielt den Namen Gottfried bei meiner Einkleidung ins Prämonstratenserstift Schlägl zu meinem Taufnamen Josef. Gottfried von Cappenberg in Westfalen (1097 bis 1127) war vom Ordensideal Norberts von Xanten – Seelsorge ausgehend von einer Ordensgemeinschaft – so tief beeindruckt, dass er seine Burg Cappenberg mit ihrem Besitz Norbert zur Gründung einer Prämonstratenserpropstei übergab. Auch unterstützte er den Aufbau zweier weiterer Ordensgemeinschaften und errichtete für Arme und Kranke ein Spital in Cappenberg.
Ich muss heimlich lachen, wenn Adressenschreiber/innen zögern, „Gott“(-fried) zu schreiben; fast ein weihnachtliches Problem, einem Menschen „Gott“ zuzuschreiben. Ich rechne ihnen das als Ehrfurcht gegenüber Gott an.
Das Wort zeigt althochdeutsche Sprachwurzeln: „got“ (Gott) beziehungsweise „guot“ (gut, edel, passend) und „frid“ (Schutz, Friede). Mich mahnt der Name zur Verbundenheit mit Gott und zum Bemühen um Frieden.