Heiß waren die Verhandlungen bei der PGR-Klausur. Doch gemeinsam mit Jugendlichen konnte ein Kompromiss erarbeitet werden.
Die Fronten waren klar: Auf der einen Seite die Erwachsenen und Eltern, die sich wünschten, dass ihre Sprösslinge öfter in die Kirche gehen und weniger feiern. Auf der anderen Seite Jugendliche, die Messen langweilig finden, die sich engagieren wollen, aber eine Bevormundung befürchten.
Ängste auf beiden Seiten
„Angst vor dieser Konfrontation haben wir schon gehabt“, so Katharina Essl, Jugendleiterin in Marchtrenk. „Vorher haben wir übereinander geredet, seit der Klausur reden wir miteinander“, war Kaplan Karl Mittendorfer positiv überrascht. „Wir haben uns kennen gelernt.“ Ein Vertrag wurde gemacht. Die Eckpunkte: Jugendliche gestalten vier Messen im Jahr. Die Zusammenarbeit zwischen Pfarre und Jugend wird verbessert. Ein Fachkreis über Jugend und Alkohol wird eingerichtet. Experten werden eingeladen.
„Viele Probleme entstanden aus Missverständnissen und Fehlinformationen“, weiß Katharina Essl jetzt. Für den Kaplan gilt es, miteinander zu arbeiten.