Das Bistum Essen hat ihn beschritten: Diesen ganz anderen Weg. Statt 263 Pfarren wird es im Jahr 2009 dort nur noch 35 Großpfarren geben. Die Bistumsleitung möchte so die dramatische finanzielle Situation in den Griff bekommen. Auch rund 100 Kindergärten werden geschlossen.
Für die Mitarbeiter/innen des Bistums bedeutet das: drohende Arbeitslosigkeit! Bischof Felix Glenn versprach zwar, „möglichst sozialverträglich“ vorzugehen. Wer einen befristeten Vertrag hat – und das sind rund 850 Mitarbeiter/innen – kann mit keiner Verlängerung mehr rechnen. Bereits jetzt lebt die Diözese von Krediten. Die Diözese Linz hat sich in einem mehrjährigen Prozess für den Erhalt der Pfarren – auch der kleinen – ausgesprochen. Jetzt kommt zum Tragen, was schon eine Generation vorher in Oberösterreich besonders wichtig genommen wurde: Dass sich sehr viele ehrenamtlich tätige Männer und Frauen für die Kirche verantwortlich wissen. Die Katholische Aktion ist nie einem Vereinschristentum verfallen, sondern sorgt für echtes Miteinander in den Pfarren. Weniger die Diözesanleitung wird entscheiden, ob das auch in Zukunft so sein kann. Die Kirchenmitglieder selbst werden es tun.