Der Liebesreigen „69 Love Songs” war das Opus Magnum von Stephin Merritt und seinen Magnetic Fields. Darüber waren Schwärmereien wie „Touched by the hand of God”, „This album is beyond perfect” oder Ähnliches zu lesen. Der Nachfolger „i” hatte ein schweres Erbe anzutreten. Das Konzept des Albums wirkt mechanisch – sämtliche Songtitel beginnen mit einem „i” und sind in alphabetischer Reihenfolge angeordnet – doch Merritt versteht es die Songs mit Herz und Seele zu füllen. Sowohl musikalisch als auch inhaltlich werden die „69 Love Songs” im neuen Werk weitergeführt: der Liebeskummer in „I Die”, das Ende der Liebe in „I Don’t Love You Anymore” hin zu einem tieftraurigen „Is This What They Used To Call Love?” („Feels Like December, But It’s May / I’ve Gone As Pale As Doris Day / The Blue Sky’s Torn Asunder“). Am Ende findet Merritt dann doch noch die Liebe und ein großartiger Songzyklus scheint vollbracht: „I’ll Walk Your Lands / I’ll Swim Your Sea / Merry Me / Merry Me / And In Your Hands / I Will Be Free”.