Nach dem Achtungserfolg, den die Bright Eyes mit „Lifted ...” 2002 erreichten, musste man sich um Conor Oberst Sorgen machen: Es schien, als laste der ganze Welt-schmerz auf seinen Schultern, und der Gute versuchte diesen im Alkohol zu ertränken. Mit dem Doppelschlag „I’m Wide Awake, It’s Morning” und „Digital Ash In A Digital Urn” findet die Düsternis ihre Fortsetzung...aber auf welch einem Niveau! Gleich zu Beginn von „I’m Wide Awake ...” lässt Oberst ein Flugzeug in den Ozean stürzen und der Tod als zentrales Thema in Obersts Universum steht schon mitten im Raum. Zwischen Folk und Country segeln die Bright Eyes auf dem Meer der Düsternis hin und her und lassen dabei keinen Hafen aus, der noch ein Stückchen Traurigkeit verspricht. Und wenn Oberst am Ende in die „Road To Joy” einbiegt, gipfelt das Album in Zynismus und Wahnsinn: „I Could Have Been A Famous Singer, If I Had Someone Else’s Voice. But Failure Always Sounded Better, Let’s Fuck It Up Boys. Make Some Noise“. Danach flippt Oberst völlig aus ...(Fortsetzung folgt)