Seit 20 Jahren ist Isabella Ehart mit Frauen auf ihrem Glaubens- und Lebensweg unterwegs. Seit kurzem ist sie Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Schon während ihres Theologiestudiums hat sich Isabella Ehart im Weinviertel in der Frauenbewegung engagiert. Dabei ist sie als Referentin auch viel in die Pfarren hinausgekommen. „Da habe ich erlebt, wie wichtig und fruchtbar es ist, Frauen an der Basis in ihrer Glaubens- und Lebensentwicklung zu begleiten.“ Die Themen, mit denen sie damals unterwegs war, sind ihr auch heute wichtig: Wie geht es den Frauen in der Kirche, in der Gesellschaft und im Arbeits- und Familienleben? Wie können Frauen eine eigene Spiritualität aus der Bibel entwickeln und diese auch Frauen entsprechend feiern? In diesem Sinne versteht sich Isabella Ehart auch als feministische Theologin. „Denn so lang Männer immer noch mehr verdienen und die besseren Jobs bekommen, so lang verkrustete Strukturen Eltern immer noch daran hindern, Familien- und Erwerbsarbeit partnerschaftlich zu teilen, und so lang Frauen in der Kirche immer noch nicht gleichberechtigt sind, ist es notwendig, dass wir gegen dieses Unrecht aufstehen.“ Dabei setzt Ehart vor allem auf eine breite Bewusstseinsbildung, denn von den oft starren Hierarchien, das habe sie auch im Krankenhaus erlebt, kommen keine Veränderungen. Ihre Erfahrungen als Pastoralassistentin in Gänserndorf, Seelsorgerin im AKH, Geschäftsführerin des Weltgebetstags der Frauen und langjährige Referentin in vielen Pfarren sieht Ehart als gute Schule, ihre neue Aufgabe mit viel Bodenhaftung zu machen.