Die meisten Singvögel sind Wintermuffel. Sie finden es zu dieser Jahreszeit in unseren Breiten ungemütlich, fliegen in den sonnigen Süden und kommen erst im Frühjahr wieder. Andere nehmen die beschwerliche Reise nicht auf sich und trotzen den kalten Temperaturen. Diese Vögel fressen im Winter Samen, Nüsse und Beeren und können dadurch bei uns überleben. Nur manchmal, bei längerem Frost und geschlossener Schneedecke, freuen sie sich über Futterhäuschen in Gärten oder auf Balkonen. Im Frühjahr ist es allerdings wichtig, die Fütterung zu beenden, weil die Vogeleltern sonst zu bequem werden und ihre Jungen mit den Körnern füttern. Das kann für den Nachwuchs tödliche Folgen haben, denn ihr Verdauungssystem ist auf tierische Nahrung ausgelegt. Die Futterhäuschen gehören außerdem ordentlich gepflegt, da sie sonst zu gefährlichen Infektionsherden werden können. In künstlich angelegten Grünanlagen finden Vögel und Insekten keine Nahrung und können dort nicht leben. Naturschauspiele wie das folgende sind also nur in naturbelassenen Parks zu bewundern: Ein Vogel baumelt kopfüber am Ende eines Zweiges und angelt sich so seine Leckerbissen – kleine Insekten und Spinnen. Mit nur 10 Gramm Körpergewicht sind Einlagen dieser Art für ihn kein Problem.
Wie heißt der bunte Singvogel, der die akrobatischen Übungen beherrscht?
Schicken Sie die Lösung bis 11. Februar an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei Natur-Wandkalender.
Beim Rätsel Nr. 3 (Wacholder) haben gewonnen: Karoline Pirngruber, Linz; Waltraud Hofer, Ottensheim; Maria Blaimschein, St. Marien.