Während die Teilnehmer des Kreativ-Workshops tanzten und musizierten, sorgten im Hintergrund Zivildiener für das Wohl der Jugendlichen.
Wenn junge Leute hier zu Lande über �Die Burg� sprechen, meinen sie selten die neue Reality-Show-Peinlichkeit auf Pro7. Sie sprechen von der Burg Altpernstein in Micheldorf/Krems. Am Wochenende fand dort zum zweiten Mal das �Groove Castle� statt. Über 40 Jugendliche und 20 Betreuer aus Österreich, Deutschland und Tschechien trafen einander bei diesem Workshop, um gemeinsam kreativ zu sein. Das heißt: musizieren, Videos drehen, Theater spielen. Weil spielen, tanzen und grooven hungrig macht, war auch das Küchenteam der Burg im Einsatz. Mit dabei: Christoph Gansinger, der auf Altpernstein seinen Zivildienst leistet. Normalerweise ist er für die Haustechnik zuständig. Dass er am Wochenende zum Küchendienst eingeteilt wurde, überrascht den 20-Jährigen nicht. �Ich arbeite dort, wo ich gebraucht werde, und erledige alles, was so anfällt.� Um die technischen Vorkehrungen für das �Groove Castle� brauchte er sich nicht kümmern. Das taten zum Großteil die Referenten der Workshops selbst. Christopher Kopecny von der Katholischen Jugend organisierte das Event heuer zum ersten Mal. Er ist von der Professionalität der Referenten begeistert: �Sie waren super ausgerüstet, voll motiviert und haben die Jugendlichen mitgerissen.�Es mochte durchaus an den heißen Rhythmen der Percussion-, Streetdance- oder Volxmusik-Workshops gelegen sein, dass den Jugendlichen warm wurde. Größeren Anteil dürften allerdings die Zivildiener haben. �Einheizen gehört zu einer meiner Hauptaufgaben�, erzählt Christoph. Da heißt es zunächst Holz hacken und in Bananenkisten schlichten. Danach transportieren die Zivildiener das Heizgut mit einem �15er Steyrer� zum Heizhaus. Zur Instandhaltung des Gebäudes malen Christoph und seine Kollegen die Wände aus, wechseln Glühbirnen und reparieren Möbel. In der Küche steht der Zivi nur drei bis vier Mal im Monat. Vom �Groove Castle� hat Christoph also nichts mitbekommen? �Doch, einige von den Teilnehmern haben beim Abwaschen geholfen. Sie haben alle sehr fröhlich gewirkt und waren begeistert.� Für Organisator Kopecny steht daher fest: �Das wird es definitv im nächsten Jahr wieder geben.�