Kopf der Woche: Herausgebervertreter Willi Vieböck
Ausgabe: 2005/20, Willi Vieböck, Vieböck, Herausgebervertreter, Kirchenzeitung, KIZ, Direktor
19.05.2005
- Willi Vieböck
Bischofsvikar und Pastoralamtsdirektor Willi Vieböck vertritt Bischof Maximilian Aichern als Herausgeber der Kirchenzeitung.
Seit Dienstag Früh weiß ich es. Unser Diözesanbischof hat schon vor längerer Zeit in Rom seinen Rücktritt angeboten, und jetzt wurde er angenommen. Ich bin innerlich hin und her gerissen. Gerne hätte ich noch länger unter ihm gedient, zumal er – ohne sich und seine Gesundheit zu schonen – das Amt bis zum heutigen Tag voll ausfüllt. Andererseits gönne ich dem Menschen Maximilian Aichern den Abschied von der großen Last und der Fülle der Arbeit.
Mehr als 23 Jahre Diözesanbischof, davor die Jahrzehnte der Verantwortung als Abt von St. Lambrecht und Abtpräses für Österreich – wer hätte da kein Verständnis? Er soll den Psalm 81 im Brevier mit neuem Klang für sich beten können: „Seine Schulter hab ich von der Bürde befreit, seine Hände kamen los vom Lastkorb.“
Für unsere Diözese ist dieser sein Entschluss und das positive Echo in Rom ein großer Verlust. So wie es im Dezember 1981 ein großer Gewinn für uns war, als er ernannt wurde. Beim Versuch, das selber geistlich zu fassen, hilft mit das Wort aus dem Buch Ijob: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gelobt sei der Name des Herrn.“
Wir haben allen Grund, dankbar zu sein für seinen Dienst. Und ich lade ein zu beten, dass wir wieder einen guten und umsichtigen Hirten als neuen Bischof bekommen.
„Bischof Aichern soll den Psalm 81 im Brevier mit neuem Klang für sich beten können: Seine Schulter habe ich von der Bürde befreit.“