Wenn zwischen den barocken Mauern der Stiftskirche Kremsmünster ungewohnte Töne erklingen, sind die Musiker des Jugendzentrums „j@m“ am Werk.
Es überrascht kaum, wenn Jugendliche beim Gottesdienst rockigen Tönen etwas abgewinnen können. „Wir haben aber auch von den anderen Messbesuchern nur positive Rückmeldungen bekommen“, versichert Elisabeth Seidlmann. Das 5-Jahre-Jubiläumsfest des Jugendzentrums „j@m“ lockte viele Menschen in das Stift Kremsmünster. Jugendliche genauso wie Erwachsene. „Die wollen auch wissen, was hier passiert“, meint die Regionsassistentin der Katholischen Jugend (KJOÖ) Kremstal, die im „J@m“ einquartiert ist. Und es passiert so einiges. Unter der Geld gebenden Institution, dem Verein „Jugendnetzwerk“, versammeln sich verschiedenste Jugendgruppen im „J@m“: Neben der Dekanatsjugend von Kremsmünster (Leiter: Martin Zobl) finden auch Gruppen aus der Gemeinde, wie Pfadfinder oder die Junge ÖVP/SPÖ-Platz in den hellen, sauberen Räumlichkeiten.Seine Existenz hat das Jugendzentrum zum Großteil einer anderen Einrichtung zu verdanken: dem offenen Jugendtreff „grüne Wildsau“. Auf Grund des immer größer werdenden Zulaufs haben Pfarre und Stift vor fünf Jahren entschieden, dem Jugendtreff passende Räume zur Verfügung zu stellen. Jeden zweiten Samstag im Monat lädt die „grüne Wildsau“ Jugendliche aus ganz Kremsmünster zur Freizeitgestaltung.
Proberaum und Studio. Das Schmuckkästchen im „J@m“ ist zweifellos ein Proberaum mit Tonstudio für professionelle Aufnahmen. Das ist das Reich von Mag. P. Johannes Czempirek, der mit einem Team von etwa 20 Musiker/innen einmal im Monat eine Jugendmesse gestaltet. Die musizierenden Jugendlichen gaben dem „J@m“ zum Teil auch seinen Namen (to jam = [engl.] frei improvisieren). Das „@“ stammt von der E-Mail-Adresse des Jugendzentrums, das im Meierhof-Trakt des Stiftes untergebracht ist: jugend@meierhof.net.