Neuerlich nächtliche Jugendkrawalle in Frankreich. Fast täglich kamen zuletzt entsprechende Nachrichten am Morgen. Indikator der Ausmaße der Gewalt: die Zahl der zerstörten Autos.
Unbeachtet hingegen blieb eine Nachricht schon vom 29. September. Die Zeitung „Le Figaro“ berichtete, die Zahl getaufter Jugendlicher habe sich seit 1990 fast verdoppelt. So seien im Jahr 2002 in Frankreich 18.000 Jugendliche im Alter von 17 bis 18 Jahren getauft worden – und der Trend hält an. Viele dieser Jugendlichen kämen aus „agnostischen Milieus“, also aus einer Umgebung ohne bekennende Gläubige.
In Frankreich, dem Land, das sich lange vor den kommunistischen Staaten von jeder Religion staatlich losgesagt hat, bricht Glaube neu auf.
Die beunruhigenden Nachrichten aus Frankreich dürfen im Zusammenhang mit den hoffnungsspendenden Entwicklungen gesehen werden. Es lohnt sich, nicht nur den Gründen der Gewalt, sondern auch den Gründen neuen Glaubens nachzuspüren. Bei letzteren liegt die Hoffnung.