Sr. Wilbirg Heumel SDS gehört dem Orden der Salvatorianerinnen in Wien. Sie schreibt über ihre Patronin Wilbirg (Namenstag 11. Dezember).
Ausgabe: 2012/50, Namenstag, Wilbirg, Heumel
12.12.2012
- Sr. Wilbirg Heumel SDS
St. Florian, die Heimat meines Vaters, verbindet mich mit Wilbirg. Als ich ein Buch über sie las, gefiel mir ihre Lebensgeschichte. Sie unternahm eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela, für die damalige Zeit ein gefahrvolles Unternehmen. Ihre Entscheidung, Klausnerin aus Liebe zu Gott und zu den Menschen zu werden, beeindruckte mich, obwohl ich keine Lust verspürte, mich wie sie in eine Klause einmauern zu lassen. Trotz ihrer gewählten Einsamkeit war sie gerne für die Menschen da, die zahlreich in jeder Notlage Hilfe suchten. Sie war aufgeschlossen, die Klosterschüler kamen oft zu ihrer Zelle, die an das Stift St. Florian angebaut war, und unterrichteten sie im Lesen und Verstehen der lateinischen Sprache. So erlernte sie das kirchliche Stundengebet. Als ich bei den Salvatorianerinnen eintrat, wählte ich den Ordensnamen Wilbirg. Ich bin nicht heilkundig, so wie sie, aber ich versuche, durch meinen Deutschunterricht Migranten zu helfen, in unserer Heimat Fuß zu fassen.