Die Theologin Maria Riebls will den Mitmenschen die Kraft zum Leben und die Freude am Leben von innen her vermitteln. Jetzt braucht sie die Kraft und die Freude nach einer schweren Krebsdiagnose selber.
Sie hat in Wien alte Sprachen und Theologie studiert und sich dabei besonders für die Bibel interessiert. Und obwohl sie über den Auferstehungsglauben im Neuen Testament ihre Dissertation schrieb, war ihr das „Aufstehen“ und „Aufrichten“ der Menschen immer wichtiger als das wissenschaftliche Sezieren von Texten. Ähnlich ging es Maria Riebl auch Jahre später, als sie sich nach der psychotherapeutischen Ausbildung nach C. G. Jung immer stärker mit der „Traumarbeit“ beschäftigte. Nicht die rein wissenschaftliche Traumanalyse stand im Vordergrund, sondern das Ziel, Träume mit ihren Klient/innen oder Gruppen so anzuschauen, dass sie als hilfreich, bewusstseinsöffnend und stärkend für das Leben erfahrbar werden.
Kraftvoll. Nach ihrem Studium war Maria Riebl vor allem als Referentin in der Erwachsenenbildung, bei den „Theologischen Kursen“ und in der Lehrer/innen-Aus- und Fortbildung tätig. „Zur Psychologie bin ich erst um die Lebensmitte gekommen, als ich merkte, dass ich in manchen sehr ernsthaften Fragen, die die Menschen an mich richteten, mit meinem theologischen Rüstzeug allein nicht auskomme.“ Neben ihrer therapeutischen Praxis in Wien und Litschau (Waldviertel) war Riebl weiter als gefragte Referentin in vielen Bildungshäusern unterwegs und als zum Leben verhelfende, das Leben stärkende Autorin tätig. Die Kraft, die sie vielen vermittelte, wird sie nun nach einer schweren Krebsdiagnose selber brauchen.