Selbstbewusster Einsatz für die Kranken und Schwachen
Ordensschwester Karin Weiler leitet die Bereiche Seelsorge, Werte und Ehrenamt in den Werken der Caritas Socialis. Sie ist bemüht, Menschen am Rande der Gesellschaft spüren zu lassen, dass sie nicht verlassen sind.
Ausgabe: 2013/06, Tag der Kranken, Sr. Karin Weiler, Caritas Socialis
06.02.2013
- Hans Baumgartner
Noch während ihres Theologiestudiums ist Karin Weiler vor 22 Jahren in die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (CS) eingetreten. Eigentlich wollte sie ja Religionslehrerin werden, „weil ich überzeugt war, dass es auch besser geht“, meint sie im Blick auf den eigenen Religionsunterricht. Eine CS-Schwester habe sie damals zu Einkehrtagen eingeladen. „Dort habe ich ein Buch über Hildegard Burjan, die Sozialpionierin und Gründerin der Caritas Socialis, gelesen, das mich sehr fasziniert hat. Und ich habe in der Schwesterngemeinschaft gestandene, selbstbewusste Frauen kennengelernt, die etwas bewegen wollten.“ Erfahrungen, die sie nicht mehr losließen. Immer mehr wurde ihr klar, „das ist der richtige Weg für mich, um als Frau meinen Beitrag für die Kirche und für die Gesellschaft zu leisten.“
Wertschätzender Umgang mit Mitarbeiter/innen
Als Pastoralassistentin und in der Bahnhofsmission hat Karin Weiler gelernt, auf Menschen einzugehen und mit Menschen zu arbeiten. Heute leitet sie die Bereiche Seelsorge, Werte und Ehrenamt in den Werken der Caritas Socialis, zu denen Kindergärten, ein Mutter-Kind-Haus und drei Sozial- und Pflegezentren ebenso zählen wie die Wohngemeinschaften für Demenzkranke. Ihr Anliegen ist es, dass die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen neben dem fachlichen Rüstzeug auch eine gute Orientierung und Begleitung für ihre herausfordernde Arbeit bekommen. Sie ist überzeugt: „Wenn es den Mitarbeiter/innen gut geht, dann geht es auch den uns anvertrauten Menschen gut.“ Was sie antreibt, sagt ein Lied, das sie zur Seligsprechung von Hildegard Burjan schrieb (siehe Zitat).