Seit 20 Jahren gibt es „Fair Trade“ Österreich. Wichtige Pioniere des fairen Handels waren die Weltläden. Im Herbst 2012 wurde Gudrun Danter zur neuen Geschäftsführerin der Arge Weltläden bestellt.
Ihre ersten direkten Begegnungen mit Menschen aus der damals noch so genannten „Dritten Welt“ hatte Gudrun Danter bereits als Schülerin. Am landwirtschaftlichen Bildungszentrum Winklhof in der Nähe von Salzburg hatte ihr Vater einen der ersten modernen Bauernmärkte gegründet. „Hans Eder von der Entwicklungsorganisation ,InterSol‘ hat sich für Bio-Landwirtschaft und Direktvermarktung sehr interessiert und hat immer wieder Leute aus seinen Partnerorganisationen in Lateinamerika zu uns geschickt.“ Dadurch wurde ihr Interesse an den Menschen dieser Länder geweckt. Es war daher naheliegend, dass sie während ihres Studiums (Politik- und Kommunikationswissenschaften) einen Lateinamerika-Kurs belegte. Erste Aufenthalte in Südamerika folgten.
Konfrontiert mit harten Produktionsbedingungen
Als Mitarbeiterin von „InterSol“ betreute Gudrun Danter dann über Monate ein Projekt im Hochland von Bolivien, das sie mit der unvorstellbar harten Lebensrealität von Steineklopferinnen und Minenarbeiter/-innen am „Cerro Rico“ konfrontierte. In Indien lernte sie bei einem weiteren Projekt ein Mutter-Kind-Haus kennen, in dem das interreligiöse Miteinander wirklich gelebt wurde. „Das hat mich tief beeindruckt“, sagt Gudrun Danter. Auch für sie ist ihr Glaube ein „innerer Antrieb, die Begegnung mit Menschen zu suchen und miteinander und voneinander zu lernen, wie man ein Stück dieser Welt besser gestalten kann“. Dabei seien ihr die Menschen in den armen Ländern ein Vorbild, weil sie sich trotz allem immer wieder hochzurappeln versuchen. Sie dabei zu unterstützen ist auch Aufgabe der Weltläden.