Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch in österreichischen Supermärkten Fertiggerichte mit Pferdefleisch anstatt wie angegeben mit Rindfleisch gefunden wurden. Kommentar von Susanne Huber.
Fleisch ist nicht gleich Fleisch – Pferdefleisch ist nun mal kein Rindfleisch. Und die Konsumenten zu täuschen ist kriminell. Fatal ist dazu noch, dass nicht nur das, was draufsteht, nicht immer drin ist, sondern dass zum Beispiel in Pferdefleisch in Großbritannien auch ein gesundheitsschädliches Medikament nachgewiesen worden sein soll.
Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir von einem Lebensmittelskandal betroffen sind. Deshalb ist die EU einmal mehr gefordert, für eine korrekte Deklarierung der Lebensmittel zu sorgen. Der Konsument muss darüber informiert werden, wo das Lebensmittel herkommt und wie es sich zusammensetzt. Die Kontrollen dahingehend müssen verschärft werden und jene, die täuschen und betrügen, müssen bestraft werden.
Aber natürlich ist auch jeder einzelne Konsument gefordert, seine Kaufgewohnheiten im Hinblick auf Lebensmittel und seine Nahrungsmittelzubereitungen zu hinterfragen. Wir leben in einer hektischen Zeit, wo alles schnell gehen muss und möglichst billig sein sollte. Auf der anderen Seite gibt es auch genug Menschen, die sich teure Qualitätsprodukte nicht leisten können. Trotzdem sollten wir mehr und mehr darauf achten, auf Fertigprodukte zu verzichten und unsere Mahlzeiten selber zuzubereiten; öfter mal auf qualitativ hochwertigere Lebensmittel aus der Region zurückzugreifen; und angesichts der katastrophalen Massentierhaltung generell weniger Fleisch zu essen.