Diese grauen und trüben Tage, die zwischendurch für einige Stunden Schnee bringen, im Großen und Ganzen aber nur noch nass und unfreundlich sind, kämpfen ständig gegen meine gute Laune. Ein Unter uns von Brigitta Hasch.
Noch ehe der letzte Schnee verschwunden ist, noch bevor der Kalender uns die Tag- und Nachtgleiche anzeigt und damit eigentlich noch mitten im Winter sehne ich mich immer mehr nach Wärme, Licht und den zarten Farben des Frühlings. Mein Körper hält es eindeutig mit den weisen Meteorologen, die schon am 1. März den Lenz verkünden. Und ich bin nicht allein mit meinen Sehnsüchten. Für einige Bekannte hat die Urlaubsplanung längst begonnen oder ist gar schon abgeschlossen. Viele Freundinnen können – wie ich – die dicken Pullover und pelzgefütterten Stiefel nicht mehr sehen. Ich weiß, ich muss mich noch gedulden. Aber diese grauen und trüben Tage, die zwischendurch für einige Stunden Schnee bringen, im Großen und Ganzen aber nur noch nass und unfreundlich sind, kämpfen ständig gegen meine gute Laune und mein grundsätzlich positives Naturell. Florale Ablenkung und Täuschung heißt meine Medizin. Zuallererst kam auf das Fensterbänkchen in der Küche eine gelbe Primel. Dann brachte der Valentinstag – also eigentlich mein Göttergatte – einen Strauß weißer Tulpen. Und bis ich endlich wieder meine Balkonkisten bepflanzen kann, werde ich mir noch ein paar bunte Blumensträuße gönnen.