Das Gipfelkreuz auf dem Großglockner, die Heiligen am Linzer Dom, aber auch viele Wegkreuze sind derzeit verhüllt. Zum Laufen brachte diese Idee Georg Plank.
Ausgabe: 2013/09, Georg Plank, Verhüllung, Gipfelkreuz
Auf der Suche nach Ideen, wie man das „Jahr des Glaubens“ nicht nur innerkirchlich, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit bekannt machen kann, entstand in der Diözese Graz das Projekt „verhüllen – enthüllen – entdecken“. „Das, was in vielen Kirchen in der Fastenzeit geschieht, die Verhüllung von Altären und Kreuzen, wollten wir damit nach außen tragen und möglichst viele Pfarren, Gruppen und Einzelpersonen gewinnen, Wegkreuze, Bildstöcke, Kapellen oder auch Kirchtürme zu verhüllen“, sagt Georg Plank, Pressesprecher der Diözese Graz. Die Idee zündete, bei den diözesanen Öffentlichkeitsarbeitern, den Bischöfen und in über 500 Pfarren österreichweit. Spektakuläre Aktionen, wie die Verhüllung des Gipfelkreuzes auf dem Großglockner durch Bischof Scheuer und Generalvikar Guggenberger, sieht Plank als „Sahnehäubchen“ auf der Torte einer breiten Aktion. „Erst durch das Mittun vieler wird deutlich, dass die Kirche nicht nur medienträchtige Hits produzieren kann, sondern auch im Volksgesang stark ist. Denn letztlich“, so Plank, „lebt die Kirche aus der Kraft der Gemeinschaft der Getauften.“
Das Bild von Kirche als Leib, bei dem es auf alle Glieder ankommt, hat Plank schon als Jugendlicher in seiner Pfarre Feldkirchen erfahren und dabei entdeckt: „Wenn ich mich selbst einbringe, etwas von mir gebe, bekomme ich viel an Freude und Kraft zurück.“ Das sei auch ein probates Mittel gegen manche Kirchenfrustration, meint er. Seit 25 Jahren ist der Theologe in verschiedenen Aufgaben im kirchlichen Dienst tätig – und die Freude ist immer dabei.