„Jägerstätter“ ist das Thema des heurigen Theatersommers in Haag in Niederösterreich. Die Hauptrolle in dieser „großen Liebesgeschichte“ spielt Gregor Bloéb.
Ausgabe: 2013/10, Bloéb, Schauspieler, Jägerstätter, Theatersommer, Haag, Kirche
Zwei Sekunden hat Gregor Bloéb gebraucht, um Felix Mitterer zu überzeugen – dann stimmte dieser zu, ein Stück über Franz Jägerstätter zu schreiben. Die Uraufführung ist am 20. Juni im Theater an der Josefstadt, von 3. Juli bis 9. August wird es beim Theatersommer Haag gespielt. Gregor Bloéb übernimmt die Rolle des „Franz“. „Das Thema Heldentum, was auch immer das ist, hat mich immer fasziniert“, sagt der Intendant des Theatersommers. „Es hat mit Lebensentscheidungen zu tun, mit denen jeder Mensch im Kleinen konfrontiert wird. Dass sie zu etwas Größerem werden, ist oft nicht vorhersehbar.“ Jägerstätters Person beschäftigt Gregor Bloéb seit seiner Jugend, später wurde er von Axel Cortis Film von 1971 inspiriert. Doch im Gegensatz zu den oft düsteren Darstellungen möchte Gregor Bloéb Franz als lebensfrohen, liebenden Menschen zeigen.
Positive Erfahrungen mit der Kirche
„Ich bezeichne mich durchaus als christlichen Menschen“, sagt der gebürtige Tiroler. Seine Jugend hat er bei der Marianischen Kongregation verbracht und dabei nur Positives erlebt. Gregor Bloéb tritt in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen auf, als Kabarettist und Musiker. Anfang des Jahres durchquerte er mit seinem Bruder Tobias Moretti beim Motorradrennen „African Race“ die Wüste. „Geistige und körperliche Grenzen zu überschreiten ist ein Grundprinzip meines Lebens“, meint Bloéb. „Nur so tun sich immer wieder neue Ebenen auf.“