BRIEF_KASTEN
Das Leiden und Sterben auf der Welt war in der diesjährigen Karwoche besonders zu spüren – angesichts der Kriege um Macht, Öl und Gas auf der Welt.
Drei Wochen noch, dann feiern die Kirchen Pfingsten. Eine erstaunliche Veränderung ist geschehen: Aus Trauer und Leiden ist Freude geworden. Endlich haben die Jesus-Leute begriffen, was es mit der Botschaft der Auferstehung auf sich hat und welche Kraft Menschen mit diesem neuen Geist erfasst. Von Ostern zu Pfingsten: Das ist der Weg vom Mitleiden zur Mitfreude. Kirche, das ist die Gemeinschaft derer, die sich mitfreuen daran.
Doch diese Freude kommt nicht von einem Tag auf den anderen. Ein Weg ist zu gehen. Erfahrbar wird sie, wenn Menschen tatsächlich im göttlichen Geist – im Wagnis der Liebe also – leben. Den Armen, den Bedrohten gilt dann die erste Sorge, und nicht den Preisen für Öl uns Gas – dass es also den Menschen gut geht und nicht nur der Konjunktur.
Wer in diesem Wagnis lebt, achtet den Menschen, woher immer er kommt. Der Gottesgeist sprengt die engen Grenzen des Nationalismus – so erzählt es die Heilige Schrift. Jedes „Österreich zuerst“ oder „America first“ entlarvt sich als Sünde gegen den Gottesgeist. Er grenzt nicht aus, er lässt niemand als Verlierer zurück. Im Miteinander, nicht im Gegeneinander stellt sich die Freude ein.
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