BRIEF_KASTEN
Das Urteil Gottes über den Menschen wird von Angehörigen dieser Spezies vielfach mit Skepsis betrachtet. Gerade im Menschen sehen sie nicht den Höhepunkt, sondern eher den großen Störenfried, den Sündenfall, den Gefährder der Schöpfung.
Als krönender Abschluss begegnet einem der Mensch in der Bibel allerdings nicht. Eher als Anfang. Mit einer Aufgabe hat Gott den Menschen geschaffen. Als Mitschöpfer und Helfer, der die Welt bebauen und gestalten soll, wird er geschaffen. Gott traut dem Menschen diese Aufgabe zu, und zusammen mit dieser speziellen Sendung sieht er ihn als sehr gut. Gut wird es gehen mit ihm.
Der Herbst ist ins Land gezogen – die Zeit gekommen, in der die letzten Früchte auf Feldern reifen. Genießbar sollen sie werden. Im Herbst erst werden sie gut, Äpfel und Birnen, Kürbis und Wein. Gut werden soll auch der Mensch – und gütig. Auch ihm ist Reifezeit gegeben. Ein Leben lang. Man muss sich nicht anstecken lassen von den Skeptikern, die Menschen kein Gutwerden zutrauen, sie bloß als Problemfälle sehen. Sehr gut – so denkt Gott vom Menschen. Warum ihm nicht zeigen, wie recht er hat?
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