BRIEF_KASTEN
Das Wohnzimmer neu auszumalen ist viel Arbeit, ausmalen zu lassen ist teuer. Ein wenig günstiger geht es „ohne Rechnung“. Wer hat sich nicht schon einmal gefreut, etwas „unter der Hand“ zu bekommen und damit Geld zu sparen. Wem war noch nie leid um das Geld, das „verloren geht“ am Weg von der Arbeitgeberin zum Arbeitnehmer, von brutto zu netto. Das Vergrößerungsglas Coronakrise zeigt deutlicher als sonst, dass Steuern und Sozialversicherungen kein unnötiger Luxus, sondern ein lebensrettender Airbag für die Gesellschaft sind. Das Vergrößerungsglas zeigt auch die Schwachstellen deutlicher: Konzerne, die sich an vielen Steuern vorbeischummeln, deren Summen die Wiederaufbaufonds dringend bräuchten (die auch den Konzernen zugute kommen!). Oder dass Einnahmen aus der Arbeit wesentlich höher besteuert werden als Einnahmen aus Vermögen. Jetzt braucht es die Solidarität auch der Geld-Elite, nicht nur der Mittelschicht. Und es braucht klare Regulierungen, etwa ökologische Steuern (Flugverkehr!). EU-weite Klimaabgaben fordert auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Steuern auf den Handel mit Geld werden seit vielen Jahren in der EU diskutiert. Es wäre jetzt Zeit, sie einzuführen.
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