BRIEF_KASTEN
Nimmt man einmal die Fahrsicherheit aus, dann ist nicht der ein guter Autofahrer, der das Gaspedal ganz weit nach unten drücken kann. Nein, den guten Autofahrer erkennt man erst beim Parallel- oder Rückwärtseinparken.
Denn das ist nur etwas für Frauen und Männer mit Nerven aus Stahl: Während man noch die Lücke am Straßenrand auf ihre Größe hin abschätzt, steht hinter einem schon ein anderer Autofahrer, der das Einparkmanöver abwarten muss und genervt mit dem Finger auf das Lenkrad trommelt. Dann geht es ans Eingemachte: der richtige Abstand zum vorderen geparkten Auto, der richtige Zeitpunkt zum Rechts- und dann zum Linkseinschlagen.
Die Anspannung steigt, wenn der Fahrer des hinten geparkten Autos daherkommt und statt einzusteigen kritisch beobachtet, wie die Stoßstangen einander annähern. Steht endlich das eigene Auto richtig in der Parklücke, sieht man Gott sei Dank noch rechtzeitig den Radfahrer im toten Winkel, bevor man die Fahrertür öffnet.
Geschafft, denkt man beim Abschließen des Autos, während man sich im Geiste auf die eigene Schulter klopft – und dabei auf das Lösen eines Parktickets vergisst. Beim Zurückkommen zum Fahrzeug klärt ein Zettel unter dem Scheibenwischer darüber auf, dass man Vater Staat 35 Euro schuldet. Ja, niemand ist perfekt, schon gar nicht beim Einparken.
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