BRIEF_KASTEN
Viele Menschen sind unruhig, besorgt: um die weltpolitische Stimmung, um die Entwicklungen in Europa, im eigenen Land. Wie mit bürokratischer Kälte über Menschen entschieden wird, wie man Flüchtlinge nachts aus den Betten holt. Wie schlimm sich Verantwortungsträger über Menschen äußern, wie lächerlich sie sich manchmal verhalten. Wie Unterstützungen gekürzt werden. Wie man Neid schürt. Wie Leute verunglimpft werden. Wie neu aufgerüstet wird. Selbst ein zu warmer Sommer beunruhigt. Kann man bei all dem ruhig bleiben?
Ja. Wie gut ist es, wenn Menschen das schaffen. Denn gerade wo die Wogen hochgehen, braucht es Felsen. Sonst bricht sich die Brandung nicht. In dieser Zeit der unruhig gewordenen Seelen helfen die Ruhigen mehr als die Hiobsboten. Leute, die für etwas stehen und sich nicht treiben lassen. Der Ruhige lässt sich nicht so leicht mitreißen in den Panikstürmen der Zeit. Das ist kein gleichgültiges Den-Kopf-in-den-Sand-Stecken. Ein starkes Dasein, ein Einstehen ist es, vor allem ein Feststehen. Gerade die christliche Botschaft weiß um gute Gründe. Glaubwürdiger, lebenstauglicher sind sie als die Slogans derer, die auf Macht aus sind. Je mehr Menschen darauf stehen, desto bessere Gründe hat auch die Hoffnung.
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