BRIEF_KASTEN
Der 40. Todestag von Paul VI. am 6. August ist Anlass, die Augen dafür aufzumachen. Die Internationalisierung des Beamtenapparates der Kirche, die Offenheit von Paul VI. für moderne Kunst oder seine erste Enzyklika, in der er der Kirche – leider nicht ganz erfolgreich – den Dialog als Umgangsform verordnete: Viele Initiativen von Paul VI. lassen sich aufzählen, mit der er der Kirche bis heute wichtige Wegweiser in die Zukunft aufgestellt hat. Konkret möchte ich die Ansprache herausgreifen, die Paul VI. 1965 zum Abschluss des Konzils hielt. Er geht dabei auf innerkirchliche Kritiker ein, die dem Konzil vorwerfen, einem „Relativismus“ zu huldigen. Der Papst antwortet: Die religiöse Haltung des Konzils zeigte sich vor allem in der Liebe und wo die Liebe ist, da ist Gott. Zusammenfassend meint Paul VI.: „Die Fülle der Lehren (von Kirche und Konzil) zielt nur auf eines: dem Menschen zu dienen. In jeder Lage, wo immer er schwach ist, in jeder Not. (...) Die Kirche beugt sich über den Menschen und über die Erde, zugleich aber wird sie zum Reich Gottes emporgehoben.“
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