BRIEF_KASTEN
Daran, dass Menschen sich die Inhalte dort ansehen und sich dort „informieren“, wird das wenig ändern. Dazu kommt, dass die sogenannten „sozialen Medien“ (im Namen ist die Ironie praktischerweise schon integriert) grundlegende Probleme haben: Ihre Algorithmen, die bestimmen, was einzelne Benutzer vorrangig sehen, sind oft undurchsichtig. Sie bevorzugen Inhalte, die mehr Aufmerksamkeit erhalten. Ob diese relevant sind, steht auf einem anderen Blatt. Dazu kommt, dass Informationen einseitig, verkürzt oder falsch sein können, ohne dass das erkennbar wäre.
Letztlich führt kein Weg daran vorbei, Medienaufklärung zu betreiben sowie die Tech-Konzerne zu mehr Transparenz und zu tauglichen Mitteln zu zwingen, Desinformation wenigstens erkennbar zu machen. Erste Schritte sind getan: Im Dezember hat die EU-Kommission „X“ mit einer 120-Millionen-Euro-Strafe wegen Intransparenz belegt, über die der Europäische Gerichtshof entscheiden wird.
BRIEF_KASTEN
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>