BRIEF_KASTEN
Am Abend wird man klug
Für den vergangnen Tag.
Doch niemals klug genug
Für den, der kommen mag.
Was der romantische Dichter Friedrich Rückert (1788–1866) so schön in Verse gesetzt hat, gilt wohl auch für ganze Jahre. Wer hätte sich vor einem Jahr gedacht, was uns heuer erwartet hat?
Freilich darf man das Gedicht nicht einseitig interpretieren: Wenn es heißt, man werde nicht „klug genug“ für die kommende Zeit, heißt das schon auch, dass man die Erfahrungen für die Zukunft mitnimmt und auch anwenden kann. Genug ist es nur deshalb nicht, weil man ja nicht weiß, womit einen die Zukunft überrascht.
Und das kann bitte schön etwas Positives sein. Auch mit diesen Erfahrungen gilt es, gut umzugehen. Heuer haben wir vielleicht zu wenig auf das geschaut, was trotz allem funktioniert hat. Und vielleicht waren wir auch zu wenig den Menschen dankbar, die das möglich gemacht haben: Ärzt/innen, Pflegekräften, Altenbetreuer/innen, all jenen, die die Grundversorgung sichergestellt haben, und vielen anderen mehr.
Am Ende dieses Jahres wünscht Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die gesamte KirchenZeitung – Redaktion und Verwaltung – ein besinnliches Weihnachtsfest, wo und wie auch immer Sie es feiern. Und wir wünschen Ihnen ein gnadenreiches Jahr 2021 – darunter die Gnade, das Gute zu erkennen und sich daran zu freuen. „Fürchtet euch nicht!“, sagt der Engel zu den Hirten. Dieser Satz ist seit rund 2.000 Jahren uns Menschen zugesprochen. Wir müssen nur daran glauben.
BRIEF_KASTEN
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