BRIEF_KASTEN
„Die Diakonie verkündigt das Evangelium, indem sie für Menschen im Alter oder mit Behinderung, für Arme oder für Kinder und Jugendliche da ist“, beschreibt die 44-jährige gebürtige Oberösterreicherin die Aufgabe der Hilfsorganisation der evangelischen Kirche. Sie bringt ein Bild aus dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter: „Wir sind für die Menschen da, die unter die Räuber gefallen sind.“ Einer dieser heutigen „Räuber“ sei zum Beispiel die Armutsgefährdung. Die Sozialethikerin warnt, dass diese bei der geplanten Abschaffung der Notstandshilfe steigen wird. „Wir müssen uns zu Wort melden, damit weniger Menschen unter die Räuber fallen“, sagt Moser, die sich privat als „begeisterte Tante“ beschreibt, die ihren großen Freundeskreis schätzt.
Moser hatte zunächst katholische Theologie studiert. Während ihrer Arbeit als ORF-Religionsjournalistin konvertierte sie und studierte evangelische Theologie. Wissenschaftlich arbeitete sie am Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie und hatte eine Vertretungsprofessur im Saarland inne. Mit dem Wechsel an die Spitze der Diakonie gibt sie ihr aktuelles Amt als Pfarrerin in Wien-Simmering ab. Aus Treue zur Pfarrgemeinde hatte sie sich gar nicht um den Job als Diakonie-Direktorin beworben, sondern wurde von anderen nominiert. Sie bleibt ihrer Pfarrgemeinde aber als „normales Mitglied“ verbunden.
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