BRIEF_KASTEN
Alfons Kloss ist ein Mensch, der sich gerne intensiv mit anderen Kulturen und Gesellschaften vertraut macht und das Gespräch und persönliche Begegnung sehr schätzt. Diese Eigenschaften kamen ihm bei seiner langjährigen beruflichen Laufbahn als Diplomat an den österreichischen Botschaften etwa in New Delhi, Helsinki, Bonn, Mailand und als österreichischer Botschafter beim Heiligen Stuhl sehr entgegen. „Es war eine schöne Aufgabe, Brücken zu bauen“, sagt der 65-jährige gebürtige Grazer, der in Salzburg seine Jugend verbrachte, dort zur Schule ging und Rechtswissenschaften studierte.
Als neuer Pro-Oriente-Präsident möchte Alfons Kloss „das große Werk der Stiftung fortführen – den Dialog mit den orthodoxen und den orientalisch-orthodoxen Kirchen. In den letzten Jahrzehnten ist da schon sehr viel geschehen, um die Kirchen zusammenzuführen.“ Eine große Herausforderung heute sei sicher „eine Ökumene der Tat“, von der Papst Franziskus immer wieder spreche, wenn er die Bedeutung der Ökumene hervorhebe, sagt Kloss. Wichtig sei auch der Dialog mit den jungen Vertretern der Kirchen und sie für die Ökumene zu begeistern. „Die nächste Generation zu einer größeren Gemeinsamkeit zu führen, ist ein vielfältiges Unterfangen – wie wenn man einen Teppich webt mit vielen Fäden und verschiedenen Farben. Man muss mit Geduld und Ausdauer daran arbeiten, bis ein schönes Muster entsteht.“
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