BRIEF_KASTEN
Für Alfredo Barsuglia ist die Kunst „Beruf, Hobby und Leben“ zugleich. In seinem Schaffen ist er vielseitig und die Herangehensweisen an seine Arbeiten sind „immer eine Kombination“ – aus Malerei, Skulpturen, Dingen des Alltags und der Natur oder Videos. Mensch und Ort spielen dabei eine wichtige Rolle. „Ich mache Kunst, die man nicht nur anschaut, sondern der Mensch wird aktiv eingebunden in das Werk.“ So könne man mit den Betrachtern direkt arbeiten und Situationen oder Missstände aufzeigen – allerdings nie mit dem erhobenen Zeigefinger, betont Alfredo Barsuglia. „Es geht darum, der Zeit einen Spiegel vorzuhalten. Man betritt das Kunstwerk und verlässt es bestenfalls mit neuen Gedanken und Sichtweisen auf die Welt“, sagt der 1980 in Graz geborene Künstler, der mit seiner Familie in Wien lebt.
Reflexion. Alfredo Barsuglia möchte nicht nachahmen. Er schafft Realitäten im öffentlichen Raum, indem er z. B. ein kleines Haus baut – das „Hotel Publik“ in Innsbruck, wo Leute darin schlafen konnten. „Durch die Kunst kann ich etwas bewirken und plötzlich wird darüber diskutiert.“ Gesellschaftspolitische Themen greift er immer wieder neu auf, „weil wir Menschen uns verändern. Wenn ich mich selbst reflektiere, kann ich nicht stehen bleiben.“ Arbeiten des Künstlers sind bis 12. 1. 2020 im BankAustria Kunstforum Wien zu sehen und u. a. seit 3. Dezember im „Bildraum Bodensee“ in Bregenz.
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