
Die Linzer Kirchenroas versteht sich nicht nur als kunsthistorische Führung. Ziel ist es, Kirchen in ihrer Gesamtheit erlebbar zu machen. Mitte Dezember führte die Linzer Kirchenroas knapp 30 Teilnehmende in die Karmelitenkirche in Linz. Ein großer Teil von ihnen zählt zur treuen Stammgruppe, die monatlich dabei ist, wenn jeweils eine Kirche in Linz besucht und näher kennengelernt wird. Pater Peter Maria Pendel OCD vom Karmelitenkonvent Linz gab einen spannenden Einblick in die Geschichte und Mission des Karmelitenordens, die sich auch im Kirchenraum widerspiegelt. Dabei wurden unter anderem Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz genannt, die im 16. Jahrhundert den Orden reformierten und bis heute prägend sind.
Die Gestaltung der Treffen ist dabei bewusst vielfältig: Manchmal erklingt die Orgel, manchmal wird gemeinsam gesungen, ein anderes Mal steht die Biografie des Kirchenpatrons oder der Kirchenpatronin im Mittelpunkt. Immer jedoch eröffnet sich den Teilnehmenden ein spannender Zugang, bei dem die jeweilige Besonderheit des Kirchenraums spürbar wird. Besucht werden alte und neue Kirchen, moderne Sakralräume sowie Kirchen anderer Religionsgemeinschaften.
Seit Jänner 2016 liegt die Organisation in den Händen von Maria Leitenbauer, die dieses Angebot mit großer Begeisterung und viel Herzblut gestaltet. In den letzten zehn Jahren fanden rund 106 Veranstaltungen mit insgesamt etwa 2637 Teilnehmenden statt. Unterstützt wird Maria Leitenbauer dabei von Berthold Humer, Leiter des KBW-Treffpunktes Bildung der Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit in Linz.
Die nächste Linzer Kirchenroas findet am Freitag, 9. Jänner 2026, um 15 Uhr statt. Besucht wird die Kirche der Pfarrgemeinde St. Markus am Gründberg.

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