
Vor allem das frühere Römerlager, dessen Spuren sich bis heute in der Altstadt erkennen lassen, die mittelalterliche Stadt – einst Zentrum des Herzogtums Bayern –, das Kloster St. Emmeran, der gotische Dom und das Rathaus mit dem alten Reichssaal, Ort des immerwährenden Reichtstags vom 17. bis ins 19. Jahrhundert, zeugen davon.
In seiner „Biografie einer Stadt“ gelingt Bernhard Lübbers ein umfassendes geschichtliches Bild von Regensburg. Zahlreiche, zum Teil hervorgehobene Details ergänzen die Darstellung der historischen Entwicklung. Immer wieder nimmt der Autor auch auf heute noch bestehende konkrete Orte in der Stadt Bezug, oft mit entsprechenden Abbildungen.
Der Text ist allgemein verständlich, aber mehr als 200 Seiten wissenschaftlicher Apparat (Anmerkung, Bibliografie, Verzeichnisse) bezeugen den Anspruch größtmöglicher Akkuratesse. Das umfangreiche Buch ist jedem Leser und jeder Leserin mit einem ausgeprägten Interesse an der Stadt an Donau und Regen zu empfehlen.
Wer eine schnelle Einführung sucht, wird sich eher einen Reiseführer besorgen. Doch gerade in einer Zeit des zunehmend „ökonomischen“ Umgangs mit Wissen ist ein umfassendes Werk wie Lübbers Buch eine Wohltat.

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