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Kirche kann ein Ort der Übung von Demokratie sein - Gespräch mit Regina Polak

WELTKIRCHE_

Die Krisen in der Welt verschärfen den Vertrauensverlust in die Demokratie. 
Die Theologin und Religionssoziologin Regina Polak geht bei der Österreichischen Pastoraltagung der Frage nach, welche Art von Religion die Demokratie fördert.  

Ausgabe: 02/2025
07.01.2025
- Susanne Huber
Regina Polak ist Professorin am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien
Regina Polak ist Professorin am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien
© Joseph Krpelan

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Energiekrise, die darauffolgte, das Schrumpfen des Wirtschaftswachstums, ein zunehmend herausfordernder wirtschaftlicher Wettbewerb, eine stets komplexer werdende Arbeitswelt, die steigenden Lebenserhaltungskosten, Umweltveränderungen, die schwierige Thematik von Flucht, Zuwanderung und Asyl, Medieninformationen, die uns überfluten, – all die weltweiten Krisen und Herausforderungen wirken sich auf uns Menschen aus und führen zu Verunsicherung.

 

Dem Wunsch nach Lösungen und Antworten auf diese problematischen globalen Veränderungen kommt die politische Ebene von Staaten und Regierungen nur schwer nach. Das schwächt das Vertrauen von Bürgerinnen und Bürgern in die Demokratie und ihre Institutionen. 

 

Religion und demokratische Einstellung

 

Welche Rolle Religion spielt, wenn Demokratie massiv unter Druck kommt, ist für die Religionssoziologin und Pastoraltheologin Regina Polak eine spannende Thematik, mit der sie sich immer wieder beschäftigt. Bei der Österreichischen Pastoraltagung (9. – 11. Jänner, siehe rechte Seite oben) wird sie als Referentin vor allem der Frage nachgehen, welche Art von Religiosität die Demokratie benötigt. Doch auch als eine der Autor:innen der vom Zukunftsfonds geförderten ORF-Studie „Was glaubt Österreich?“, die demnächst im ORF präsentiert wird, widmete sich Regina Polak u. a. der Frage: Haben Menschen, die sich als religiös bezeichnen, insbesondere Menschen, die sich einer  christlichen Konfession zugehörig fühlen, tatsächlich Einstellungen, die für eine liberale, menschenrechtsbasierte Demokratie relevant sind? 


Die empirischen Daten der Sozialwissenschaft zeigen laut Religionssoziologin Polak u. a., dass es zwischen Religion und demokratischen Einstellungen zwei Schlüsselwerte gibt. „Religiosität ist zum einen dann demokratieförderlich, wenn Menschen in religiöser Praxis lernen in einer Gesellschaft in Verschiedenheit miteinander zu leben und mit Vielfalt umzugehen, wenn sie Menschenrechte anerkennen und wenn sie Teilhabe und Gerechtigkeit einüben und erfahren. Das heißt: wenn sie pluralistisch-offen denken“, sagt Polak.

 

Zum anderen gäbe es religiöse Personen, die ein Demokratieverständnis hätten, das sich mit autokratischen Elementen verbindet und somit illiberal ist. „Das bedeutet, dieses Demokratieverständnis hat kein Problem mit einem starken Führer anstelle eines gewählten Parlaments. Zudem ist die Ablehnung von Migranten, von Flüchtlingen, von Minderheiten hoch. Das zeigt, dass insgesamt die empirisch vorfindbare Religiosität leider nicht automatisch demokratieförderlich ist, zumindest nicht die, die wir in Österreich momentan haben“, sagt Regina Polak. 


Natürlich gäbe es gläubige Menschen, die sich in Organisationen wie der Katholischen Aktion, der Caritas oder auch in einzelnen Gemeinden stark für Demokratie engagieren. „In meiner Generation – ich bin Jahrgang 1967 – und davor, war es so: Man hat Verantwortung fürs Gemeinwohl übernommen, indem man Gruppen geleitet und Projekte durchgeführt hat. Da lernt man miteinander zu arbeiten und in Verschiedenheit mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen – so können Gemeinden und die Kirche ein Ort der Übung von Demokratie sein. Das waren sie und das sind sie noch, aber laut Statistik nicht mehr in dem Ausmaß, sonst würde man das in den Daten deutlicher sehen.“ 


Religiöse Bildung

 

Das liberale menschenrechtsbasierte Demokratieverständnis steckt also in einer enormen Krise, nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Und da Religiosität im Hinblick auf Demokratie nicht immer eine positive Rolle spielt, müssen sich nach Ansicht Polaks Religionsgemeinschaften fragen, „inwiefern sie Orte sind, in denen man zum einen Partizipation lernt und übt, zum anderen, wie man mit kultureller, ethnischer und religiöser Verschiedenheit umgeht. Wichtig ist dabei u. a. auch darauf zu achten, was man in Predigten hört, wie divers die eigene Gemeinde ist und wie man zum Beispiel mit den Nachbarn umgeht.“  Gefordert seien da vor allem Leute in der Kirchenleitung, religiöse Führungspersonen, Religionslehrer:innen, Pastoralassistent:innen, die sich im Zusammenhang mit Demokratie mit diesen ambivalenten Auswirkungen von Religiosität auseinandersetzen sollten. „Hier spielt beispielsweise religiöse Bildung eine wichtige Rolle, um demokratiefördernde Projekte und Modelle ins Leben zu rufen oder weiterzuentwickeln“, sagt die Theologin.   

 

Politische Verantwortung von Christen

 

Auch die Reflexion mit theologischen Ideen und Begründungen bieten nach Ansicht Polaks Anknüpfungspunkte für demokratische Einstellungen. „Meiner Meinung nach muss man die Bibel auch politisch lesen – gerade das Alte Testament mit seinen Gesetzescorpora, die ja eine alternative Gesellschaftsform visionieren, die von Recht und Gerechtigkeit geprägt ist, die von Egalität geprägt ist, die von Teilhabe und speziell von Verantwortung für Arme, für marginalisierte Gruppen, für Fremde geprägt ist. Ich glaube, es ist immer noch eine Vision, aber das war eine enorme historische Revolution, Gesellschaft so zu denken, geprägt von Recht und Gerechtigkeit und mit einer Verantwortung für Marginalisierte. Und Jesus als Jude steht da ganz in dieser Tradition.“ Insofern sei der Glaube, wie er sich uns biblisch zeigt, immer auch gesellschaftspolitisch. „Was allerdings nicht heißt, dass uns die Politik oder die Demokratie erlösen. Das macht dann schon Gott. Aber ein Glaube, der nur religiös ist, ohne sich für Gemeinwohlfragen, Gerechtigkeitsfragen und soziale Fragen zu interessieren und zu engagieren, ist ein amputierter Glaube“, sagt Polak. 


Auch im vierten Kapitel von „Gaudium et spes“ („Freude und Hoffnung“), der Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute, die während des Zweiten Vatikanischen Konzils 1965 verkündet wurde, geht es um die politische Verantwortung von katholischen Christinnen und Christen. Dort steht laut Regina Polak ganz klar, „dass es eine Verpflichtung für jeden Katholiken, für jede Katholikin gibt, auch für das gesellschaftliche Gemeinwohl. Da müssen nicht alle dieselbe Meinung haben. Und natürlich kann man aus der Bibel nicht unmittelbar ableiten, wie eine Sozial- und Wirtschaftspolitik im 21. Jahrhundert aussehen soll. Darüber sind  Katholik:innen gefordert, miteinander zu diskutieren.“


Als besonders demokratieförderlich zu erwähnen ist laut Polak natürlich die katholische Soziallehre mit ihren Schlüsselbegriffen: Solidarität, Gemeinwohl, Gerechtigkeit. „Das sind Aspekte, die aus einer katholischen und generell aus einer christlichen Tradition eingebracht werden können und sollen.“     

 

 

 

Pastoraltagung

 

Im Fokus der Österreichischen Pastoraltagung steht im Jänner die Rolle der Kirche in Zeiten einer erodierenden Demokratie. 

 

„Auftrag Zukunft. Christ:in sein für eine demokratische Gesellschaft“ – unter diesem Titel widmet sich die Tagung 2025 der Frage, wie die Kirche in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft zu einem guten Miteinander beitragen kann. „Nach den diversen Wahlen in Österreich und weltweit wird viel über Polarisierung, gesellschaftliche Werte sowie Demokratieförderung gesprochen“, erklärt Gabriele Eder-Cakl, Direktorin des Österreichischen Pastoralinstituts, die Themenwahl. 

 

Die Veranstaltung, die vom 9. bis 11. Jänner im Bildungszentrum St. Virgil in Salzburg stattfindet, wolle sich der Diskussion stellen, „welchen Beitrag Christ:innen und die Kirche für eine demokratische Gesellschaft leisten können und sollen“, sagt Eder-Cakl, die für das Tagungsprogramm verantwortlich zeichnet. Dieses umfasst Vorträge, Diskussionen, Workshops und spezielle Vernetzungsformate. Veranstaltet wird die Tagung gemeinsam von der Österreichischen Pastoralkommission und dem Österreichischen Pastoralinstitut.
 

Infos unter: www.pastoral.at/pastoraltagung

 

 

 

Zum Bild von Regina Polak: 

Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. Religion und Migration, Antisemitismus und Rassismus, Werteforschung und theologische Grundfragen einer Kirche im Umbruch.  

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Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.

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