Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Der damalige Gallspacher Pfarrer Karl Ecker (gest. 2017) war lange Jahre für „Heiligungsgottesdienste“ bekannt und traf dabei auch auf Vorbehalte.
Im August 1976 machte sich der Kirchenzeitungs-Redakteur und spätere Präsident der Katholischen Aktion Oberösterreich Bert Brandstetter selbst ein Bild davon. Was er besuchte, war eine Sonntagsvorabendmesse mit Krankensalbung im Gallspacher Kursaal. Gleich im Titel seiner Reportage stellte er fest, dass kein „Wunder“ geschah: „Niemand stand auf und verließ den Rollstuhl, niemand fühlte sich plötzlich gesund und auf wunderbare Weise geheilt. Allerdings fühlte sich auch niemand, soweit ich es beurteilen kann, enttäuscht. Offensichtlich lagen die Erwartungen an die Krankensalbung ganz woanders, als es sich ein Gesunder vielleicht leichtfertig vorstellt“, schrieb Brandstetter.
Er stellte fest, dass in Gallspach die Kranken „nicht an den Rand des Pfarrgeschehens gedrängt“ werden, sondern „ganz selbstverständlich mitten ins pfarrliche Leben hineingeholt“ würden.
Im Gespräch erklärte Pfarrer Ecker: „Wenn die Krankheit etwa zu sehr zur Last wird, kann die Salbung Kraft geben, diese Last weiter zu ertragen.“ Auch eine „ältere Frau“ erzählte Brandstetter von einer solchen Erfahrung.
Der Journalist schrieb: „Die Handauflegung bewirkt also doch ein Wunder, wenn auch ein wissenschaftlich leicht erklärbares. Doch das spielt keine Rolle. Viel wesentlicher ist es, wenn Menschen durch einen liturgischen Akt wieder froh und hoffnungsvoll sein können, wenn ihre Krankheit nicht mehr das Zentrum sämtlicher Gedanken und Taten ist, sondern jenen untergeordneten Stellenwert bekommt, der ihr zukommt.“ Dazu habe auch der „äußere Rahmen der Feier“ mit dem „Gitarrenorchester aus Wolfsegg“ beigetragen.

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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