Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer, an den dieses Anliegen des Mauthausen Komitees Österreich, der Katholischen Aktion OÖ und des OÖ Netzwerkes gegen Rassismus und Rechtsextremismus gerichtet war, erteilt der Forderung aber eine klare Absage.
Er verweist dabei auf die Historikerkommission, die 2022 einen Straßennamen-Bericht für Linz erstellt hat. Es wurden darin sehr wohl „problematische Haltungen“, konkret der Antisemitismus des früheren Linzer Bürgermeisters, Vizekanzlers und Präsidenten des Obersten Gerichtshofs Franz Dinghofer (1873–1956) aufgezeigt, eine Umbenennung der Straße hat die Kommission aber nicht empfohlen. Da seit diesem Bericht keine neuen Erkenntnisse zu Dinghofer hinzugekommen sind, die eine Neubewertung begründen würden, hält sich Bürgermeister Prammer an das Ergebnis der Kommission. Damit wird es bei der Bezeichnung „Dinghoferstraße“ bleiben.
Der Vorschlag, eine Straße nach Altbischof Maximilian Aichern zu benennen, wird vom Bürgermeister ausdrücklich gewürdigt. Aufgrund seiner Verdienste wurde er vom Stadtarchiv bereits auf die Liste möglicher Namensgeber aufgenommen. Bei neuen Straßenbenennungen verfolgt die Stadt aber derzeit das Ziel, verstärkt verdiente Frauen zu berücksichtigen. Überdies empfiehlt das Stadtarchiv Linz die Benennung einer Straße nach einer Person erst drei Jahre nach deren Tod durchzuführen. Eine Maximilian-Aichern-Straße könnte es somit frühestens 2029 geben.

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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