Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
„Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ Dieses Sprichwort ist wohl allen bekannt. Es steht im biblischen Buch der Sprichwörter.
Eine Einführung in dieses Buch gab Magdalena Lass in ihrem Vortrag „Aller Anfang ist ...“ an der Bibelpastoralen Studientagung, die alle zwei Jahre im Bildungshaus Schloss Puchberg stattfindet. Die rund 100 Teilnehmer:innen befassten sich in Vorträgen, Workshops, Tischgruppen und liturgischen Feiern mit dem Buch der Sprichwörter.
In der Begrüßung betonte Weihbischof Anton Leichtfried aus St. Pölten, dass die Bedeutung von Wörtern immer mehr verschwimmt, weswegen wir Weisheit brauchten. Doch in Zeiten, in denen uns tagtäglich Nachrichten überfluteten, stelle sich die Frage: Was ist Weisheit? Eines sei klar, wir alle bräuchten heilsame Worte und müssten diese weitergeben, sagte der Weihbischof.
Solche Worte findet man laut Elisabeth Birnbaum vom Österreichischen Katholischen Bibelwerk im Buch der Sprichwörter. Demnach lassen sich Sprichwörter mit Heilkräutern vergleichen. Diese müsse man wohldosiert einnehmen, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Dann könnten sie nämlich auch vor Giftpflanzen wie Hass im Netz schützen.
Laut Magdalena Lass ist das Buch der Sprichwörter eine Sammlung von Sprichwörtern, die über längere Zeit hinweg mündlich weitergegeben und zur Erziehung verwendet wurden. Später seien sie niedergeschrieben und zu einem biblischen Buch zusammengefasst worden.
„Dieses Buch ist wie ein Mosaik, das aus vielen Einzelsprüchen besteht, die sich immer wieder in schönen Mustern formieren“, sagte Lass.
Diese Sprüche würden viele Weisheiten beinhalten, die auch heute noch gültig seien. Dabei gebe es verschiedene Arten von Sprüchen wie Mahnsprüche oder lustige Sprüche.
Ein zentraler Bestandteil dieses Buches sei die Weisheit, welche für praktisches Lebenswissen und handwerkliches Können stehe. „Am Anfang der Weisheit steht jedoch immer die Gottesfurcht“, betonte Lass.
Dabei gelte die Weisheitsliteratur allerdings nicht als Gebot, sondern sollte zum Lernen anregen, um seine Handlungen zum Guten zu verändern. „Dies gilt für alle Menschen, die kein Tor sein möchten“, erklärte Lass. Egal auf welcher Stufe der Weisheit man stehe, man könne immer noch Neues lernen.
Diese Weisheit würden die Sprichwörter prägnant auf den Punkt bringen. Sie würden also allgemeine Aussagen auf Einzelsituationen anwendbar machen.
Viola Weiß, Krankenhausseelsorgerin in der Diözese Gurk-Klagenfurt, führte an der Studientagung in zwei Vorträgen vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen in der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen in das Spannungsfeld von Gesundheit und Krankheit und die soziale Dimension des menschlichen Lebens ein.

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

Die KIRCHENZEITUNG bietet vielfältige Angebote für Pfarren:
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>